Epigraphische Funde

Während der Grabungen der Forschungsstelle Asia Minor auf dem Dülük Baba Tepesi wurden bedeutende epigraphische Zeugnisse entdeckt. In die Frühzeit des Heiligtums können eine fragmentarisch erhaltene Reliefstele aus Basalt, die eine hieroglyphen-luwische Inschrift trägt, sowie das Fragment eines Basaltbeckens mit einigen wenigen aramäischen Buchstaben datiert werden.
Es wurden ferner Weihungen an Iuppiter Dolichenus geborgen, die sämtlich aus der römischen Kaiserzeit stammen. Die Beliebtheit des Heiligtums des Iuppiter Dolichenus in der römischen Epoche spiegelt sich auch in der großen Anzahl der während jeder Kampagne entdeckten kleinen Inschriftenfragmente.

 

Besonders bemerkenswert sind diejenigen Inschriftenfunde, die mit dem zu späterer Zeit auf dem Dülük Baba Tepesi errichteten christlichen Kloster in Verbindung stehen und die bisweilen in griechischer, mehrheitlich jedoch in syrischer Sprache (Estrangelo) verfasst wurden. Es handelt sich um eine lange, gut erhaltene Inschrift, die den Bau des Klosters dokumentiert, zwei Fragmente einer Inschrift, die Bau- und Restaurierungsarbeiten beschreibt, und eine weitere Bauinschrift. Die syrischen Inschriften geben uns Einblicke in einen Kultplatz und eine Gemeinde, von der wir nur wenig wissen, welche jedoch eine große Rolle im kulturellen Leben der Region gespielt haben muss. 

 

Ansprechpartner:


Prof. Dr. Margherita Facella
Università di Pisa
Dipartimento di Scienze Storiche del Mondo Antico
Via L. Gavani 1
I – 56126 Pisa
m.facella[at]humnet.unipi.it