Skulpturen in Kommagene und Kyrrhestike
Nach dem Ende der assyrischen Herrschaft kam die lokale Produktion von Skulpturen im nordsyrischen Binnenland für Jahrhunderte weitgehend zum Erliegen. Eine große Ausnahme stellen lediglich die späthellenistsichen Denkmäler des kommagenischen Königreichs dar. Um ca. 100 n. Chr begann die lokale Herstellung von Skulpturen und Reliefs in Kommagene und Kyrrhestike erneut. Vor allem aus Zeugma und Hierapolis, aber auch aus dem Umland dieser Städte sind Grabreliefs und Grabstatuen in großer Zahl überliefert. Aber auch aus Perrhe und Samosata sowie aus den vielen ländlichen Nekropolen Kommagenes sind einzelne Bildnisse und Felsreliefs bekannt.
In der Forschung haben diese lokal produzierten Skulpturen bislang nur bedingt Aufmerksamkeit erfahren. Eine erste umfassende Studie zu diesem Material ist 2009 mit der Dissertation "Steindenkmäler römischer Zeit aus Nordsyrien. Identität und kulturelle Tradition in Kyrrhestike und Kommagene" von Michael Blömer vorgelegt worden. Die Drucklegung ist in der Vorbereitung.

