Der Dülük Baba Tepesi in Spätantike und Mittelalter

Diese im Jahr 2005 gefundene Bronzeschnalle mit Kreuzbeschlag gehört einer häufig belegten Fundgruppe von Gurtschnallen an und datiert in das späte 6. oder 7. Jh. n. Chr.


Über die wechselhafte Geschichte von Doliche in der Spätantike und dem frühen Mittelalter bis zur Aufgabe der Stadt im 12. Jh. berichten zahlreiche zeitgenössische Schriftquellen. Was aber in dieser Zeit im Bereich des ehemaligen Heiligtums des Iupiter Dolichenus geschehen ist, bleibt unerwähnt. Die in den Grabungen auf dem Dülük Baba Tepesi geborgenen Funde der früh- bis mittelbyzantinischen Zeit bieten erstmals die Möglichkeit, gemeinsam mit der Auswertung der Befunde und der anderen Fundgattungen die Veränderung und Entwicklung des antiken Heiligtums unter byzantinischem, arabischem und fränkischem Einfluss zu untersuchen.

 

Ansprechpartner

Matthias Stanke, M.A.
Universität Münster
Institut für Klassische Archäologie und Frühchristliche Archäologie
Domplatz 20-22,
48143 Münster

stankem [at] uni-muenster.de