Doliche
Die Stadt Doliche lag im äußersten Süden der antiken Landschaft Kommagene. Wichtige Straße, die von der nordsyrischen Küste und von Kilikien nach Zeugma und Mesopotamien sowie nach Samosata führten, durchquerten die Stadt. Dennoch war die Bedeutung der Stadt Doliche insgesamt gering. Lediglich das nahegelegene Heiligtum des Iupiter Dolichenus machte den Ort prominent und reichsweit bekannt.
Doliche ist offenbar in hellenistischer Zeit (neu)gegründet worden, doch bestimmten vor allem weit zurückreichende indigene Traditionen die Identität der Menschen in diesem Teil Nordsyriens. Die verschiedenen Einflüsse, die in Doliche aufgrund der wechselhaften Geschichte seit der Bronzezeit wirksam waren, hatten ein distinktives kulturelles Milieu erschaffen, das dann Teil des römisch beherrschten Orients wurde. Für die Untersuchung kultureller Transformationsprozesse und das Wechselspiel von Traditionen und Fremdeinflüssen eignet sich Doliche daher in besonderer Weise.
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